Zugskollision - Zug gegen LKW-Sattelzug

Am 04.09.2014 wurde die Feuerwehr Leobendorf um 06:49 Uhr mittels Sirene und Pager zu einer Zugskollision - Zug gegen LKW-Sattelzug im Bereich der Leobendorfer Bahnhofes alarmiert.

 

Aus noch unbekannter Ursache kam ein LKW-Sattelzug auf dem beschrankten Bahnübergang der zweigleisig geführten Bahnstrecke zum Stehen und konnte diesen nicht mehr verlassen. Es kam zur Kollision zwischen einer Schnellbahngarnitur und dem LKW-Sattelzug. Laut Augenzeugenberichten wurde die Zugmaschine von der Schnellbahngarnitur seitlich erfasst und vom Auflieger abgerissen. Dabei enstand ein großer Feuerball und LKW-Zugmaschine und Auflieger begannen zu brennen.

 

Bereits auf der Anfahrt wurde die Spannungsfreischaltung der Oberleitung und Fahrbetriebseinstellung seitens der Feuerwehr Leobendorf bei der Bezirksalarmzentrale Stockerau eingefordert.

 

Nach der ersten Erkundung des Einsatzleiters wurden zwei Brandstellen festgestellt. Die Erste war die LKW-Zugmaschine an der Zugsspitze und die Zweite der Auflieger des LKW´s im Bereich des Bahnüberganges.

 

Als ersteintreffendes Fahrzeug kam das Tanklöschfahrzeug 2 der Feuerwehr Leobendorf an die Einsatzstelle. Der Einsatzleiter befahl ein Schaumrohr vorzubereiten, um den Brand der Zugmaschine zu löschen. Die Löscharbeiten konnten vorerst nicht begonnen werden, da die Oberleitung noch nicht spannungsfrei geschaltet und geerdet wurde. Die Erdung der Oberleitung durch die ÖBB, erfolgte erst eine Stunde nach Alarmierung der Einsatzkräfte. Dies war eine große Herausforderung, da nur unter Einhaltung der Sicherheitsabstände mit den Löscharbeiten unter Atemschutz begonnen werden konnte. Die Evakuierung wurde bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte durch den Lokführer eingeleitet. Es wurden zwei Personen unbestimmten Grades verletzt und vom anwesenden Roten Kreuz erstversorgt.

 

Als nächstes Tanklöschfahrzeug kam das der Feuerwehr Tresdorf an die Einsatzstelle. Dieses bekam den Befehl, den Auflieger welcher auf der anderen Seite der Zuggarnitur zu liegen kam, mit einem Rohr zu löschen. Parallel dazu wurde ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Korneuburg auf der Anfahrt zur Einsatzstelle umgeleitet, um über die Autobahn zum zweiten Brandherd (Sattelauflieger) zu zu fahren. Diese unterstützten die Feuerwehr Tresdorf bei den Löscharbeiten mit einem Atemschutztrupp.

 

In weiterer Folge trafen mehrere Einsatzkräfte von insgesamt 8 Feuerwehren an der Einsatzstelle ein. Diese unterstützten die Löscharbeiten mit mehreren Atemschutztrupps.

 

Im Zuge des Einsatzes wurde eine Einsatzleitung durch das Kommandofahrzeug 2 Leobendorf und ein Atemschutzsammelplatz durch das Wechselladefahrzeug 3 Stockerau mit dem Wechselaufbau Atemschutz errichtet.

 

Nachdem die Brände gelöscht waren, rückten die ersten Einsatzkräfte wieder von der Einsatzstelle ab. Als einzige Feuerwehr blieb die Feuerwehr Leobendorf vorort, um den Brandschutz sicherzustellen. Abschließend wurde mit Unterstützung des neuen Wechselladefahrzeuges der Feuerwehr Korneuburg mit der Bergung des LKW-Sattelzuges begonnen, um die Gleise für die Bergung/Eingleisung der Schnellbahngarnitur freizumachen.

 

Die Feuerwehr Leobendorf bedankt sich bei allen eingesetzten Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit!

 

Eingesetzt waren:

 

Fotos:

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